Donnerstag, 26. April 2012
Montag, 23. April 2012
Samstag, 21. April 2012
Mittwoch, 18. April 2012
Anmerkungen von Corina Zolle
Ein
beeindruckendes Stück Philosophie von Corina Zolle:
Jetzt
habt ihr den Salat! Wo wollt ihr denn hin mit all den Alten, Kranken und
Behinderten?
Früher
war alles anders! Da wurden alle, die nicht bei drei auf den Bäumen waren von
den Löwen gefressen. Das ist das Gesetz der Evolution. Survival of the fittest.
Nur der STARKE überlebt.
Aber
dann habt ihr angefangen eure Umwelt zu verändern. Ihr habt erst Hütten und
dann Häuser gebaut und wenn euch dann die Löwen fressen wollten habt ihr ihnen
die Tür vor der Nase zugeschlagen. Das konnten dann auch die, die nicht so
schnell oder so stark waren, um auf den nächsten Baum zu klettern.
Überhaupt
hatte sich einiges geändert. Klar im Vorteil waren die, die clever genug waren
ihr Getreide nicht völlig aufzuessen sondern die, die im Märzen die Rösslein
anspannten, um die Felder zu bestellen. Apropos Rösslein, ihr habt angefangen
Hilfsmittel heranzuziehen, um eure körperlichen Defizite auszugleichen. Jetzt
konnten auch die Alten oder Schwachen länger und besser überleben.
Ach ja,
und dann kam da auch noch dieser Mann aus Nazareth und hat euch Barmherzigkeit
gepredigt. Und das habt ihr dann auch gemacht, und die Armen, die Alten und die
Kranken beschützt und ihnen zu essen gegeben und ihnen schließlich Häuser gebaut,
damit sie dort zusammenwohnen und leichter versorgt werden können.
Und
dann kamen die Neuerungen in der Medizin, und die, die früher an ihren
Krankheiten oder Verletzungen gestorben sind, überlebten und wurden noch älter
und noch schwächer.
Und
dann kam einer und sagte, dies ist alles wider die Evolution, und leisten
können wir uns das schon lange nicht, und hat teilweise ziemlich erfolgreich
versucht sie alle loszuwerden. Aber dann hat die ganze Welt aufgeschrien und es
wurden noch mehr und noch größere Häuser gebaut, und einige haben auch noch
festgestellt, dass man mit den Alten und Schwachen sogar einen Haufen Geld
verdienen kann.
Aber es
kommt noch besser. Die Alten und Behinderten wollen nicht mehr einfach nur
versorgt werden, sie wollen ihr Leben selbst bestimmen. Und stellen
Forderungen, dass die Umwelt ihren Bedürfnissen gerecht wird und Hilfsmittel
geschaffen werden. Und auch das ist Evolution. In unserer Gesellschaft muss
jetzt keiner mehr auf Bäume steigen. Heutzutage ist Kopf gefragt. Und darüber
verfügen erfahrene Alte, an Herausforderungen gewöhnte Behinderte und
leidgeprüfte Kranke durchaus. Der Selektionsdruck ist auf einmal ein ganz
anderer.
Und
jetzt, in einer Zeit, in der ihr krank werdet vor lauter Wohlstand, sollen die
Armen, die Alten und die Behinderten mal wieder nicht mehr finanzierbar sein?
Das
liegt dann aber nicht mehr an den Alten und Behinderten, sondern an denen, die
im Laufe der Evolution den Anschluss verpasst haben und nicht begreifen, dass
es heutzutage nicht mehr darauf ankommt möglichst viel Essen, Gold oder Aktien
zu horten. Dass es nicht mehr gefragt ist, mit einem Arm einen Baum ausreißen
zu können, für sowas gibt es wunderbare Werkzeuge. Dass man heutzutage dem
Nachbarn nicht mehr mit der Keule auf den Kopf hauen sollte, denn er könnte
eine Atombombe in der Hosentasche tragen. Und das sollte sich jeder einzelne
vor Augen führen, denn mittlerweile sind wir soweit, dass einzelne in der Lage
wären nur mit einem Knopfdruck unseren gesamten Planeten in die Luft zu jagen.
Da wäre dann aber ganz schnell Schluss mit Evolution.
Das
neue Druckmittel der Evolution ist die Toleranz, dass der Andere eben anders
ist. Sonst wär's ja halt auch kein Anderer. Und Evolution kann nur fortbestehen
in der Vielfalt, denn nur dann ist sie in der Lage sich an unterschiedliche
Gegebenheiten anzupassen und nur so bleibt sie im Gleichgewicht.
Wir
haben nur die Chance noch eine Zeit lang weiter zu existieren, wenn wir fit
genug sind, zu begreifen, dass die Evolution für die Art Mensch nicht vorgesehen
hat zu leben wie die Hamster, deren Lebensaufgabe es vielleicht ist alles
Verwertbare zusammenzuraffen, sondern dass es unser (vielleicht auch nur
vorläufiges) Ziel ist, das was alle Generationen vor uns erarbeitet haben so zu
verteilen, dass es allen gut genug und keinem zu schlecht geht und so dann eben
das Gleichgewicht zu halten. Und das bezieht sich schon lange nicht mehr nur
auf die Art Mensch sondern auf unseren gesamten Lebensraum.
Wenn
wir nicht schaffen die Vielfalt zu tolerieren und das biologische Gleichgewicht
zu halten, lässt uns die Evolution von der Bildfläche verschwinden, ohne dabei
auch nur mit der Wimper zu zucken.
Sonntag, 15. April 2012
Welch große Lügen
"Inklusion"; "Barrierefrei"; Integration usw. - das sind Schlagworte, die uns immer wieder begegnen. Soll aussagen: Dieser Staat, dieses Land tut etwas für Behinderte. Und die Wahrheit ? Nach über 12 Jahren nach einem schweren Unfall, könnte man uns ja auch einmal fragen: Ja stimmt denn das ? Die Antwort wäre ein glattes : NEIN ! Dabei muß zusätzlich ausgesagt werden, daß es bei dem Nein nicht bleichen kann. Denn über das hinaus steht noch ein Wort, das einen Skandal beinhaltet, der aber kaum in der Öffentlichkeit wahr genommen wird. Dieses Wort heisst "Lüge". Wir haben schon gleich nach dem Unfall erfahren was das heisst. Gegen einen Bescheid einer Behörde mussten wir per Gericht vorgehen, weil er eine Schwerstbehinderte in größte finanzielle Not gebracht hätte. In mehreren Instanzen vor Sozialgerichten konnte zwar das schlimmste abgewendet werden. Trotzdem war uns dann klar: Man will ni9cht helfen. Man will wo möglich sogar abzocken. Ganz "legal" vom Staat !!!! Darüber und über viel mehr haben wir all die Jahre berichtet. Kaum dass man uns Beachtung geschenkt hat. Natürlich wollen wir im Rahmen dessen, was uns möglich ist auch weiterhin tun. Aber die Kraft läßt nach. Wir haben oft den Eindruck in der letzten Zeit, daß es ein "Mürbemachen" ist, was da vor sich geht. Die Öffentlichkeit hat von Menschen wie uns vielleicht auch ein falsches Bild. Nein eben nicht behindert und von der Arbeit Anderer leben wollen. Leider herrschen noch viele solcher Vorurteile ! Auch dazu haben wir sehr viel geschrieben.
Einen Einstieg in diese Aufklärung durch uns sind auf diesen Seiten zu finden.
Einen Einstieg in diese Aufklärung durch uns sind auf diesen Seiten zu finden.
Samstag, 14. April 2012
Zitat
In einer Zeit des
Universalbetruges ist die
Wahrheit zu sagen eine
revolutionäre Tat.“
(George Orwell)
Freitag, 13. April 2012
Behindertenbeauftragte
Aus verschiedenen Gründen haben wir einige Behindertenbeauftragte des Bundes, der Länder oder der Parteien angeschrieben, wobei diese dann behindertenpolitische Sprecher u.a. genannt werden.
Da gäbe es doch so Einiges zu berichten ! Scheinbar sind wir dort mit unseren Anliegen auch manchmal ( ? ) unwillkommen. Wie anders liesse sich sonst das nachfolgende Schreiben erklären, wobei es hier um die Zusatzbeiträge zur Krankenkasse ging. Ein Thema, das besonders Behinderte stark beschäftigte.
Da gäbe es doch so Einiges zu berichten ! Scheinbar sind wir dort mit unseren Anliegen auch manchmal ( ? ) unwillkommen. Wie anders liesse sich sonst das nachfolgende Schreiben erklären, wobei es hier um die Zusatzbeiträge zur Krankenkasse ging. Ein Thema, das besonders Behinderte stark beschäftigte.
Sonntag, 8. April 2012
Hartz IV ist für Behinderte "verheerend"...
....das kommt nicht von uns, das sagte 2005 der damalige Behindertenbeauftragte im Bundestag, Karl Hermann Haack. Wir sagen dazu: Herr Haack hat damals selbst für die Hartz Gesetze im Bundestag mitgestimmt ! Was damals geschehen ist und bis heute Auswirkungen hat ist aber mit "verheerend" unzulässig falsch beschrieben. Für viele Behinderte war das eine Katastrophe. Herr Haack hat in einem späteren Schriftwechsel mit uns übrigens zugegeben, für die Gesetze gestimmt zu haben. Richtig genommen ist es schizophren, was da vorgefallen ist...
Hier der damalige Artikel im "Spiegel"
Hier der damalige Artikel im "Spiegel"
Freitag, 6. April 2012
Mittwoch, 21. März 2012
Arbeitsaufnahme einer Schwerstbehinderten
An dieser Stelle ist zu vermelden, daß Konni seit 01.03.2012 eine Arbeit aufgenommen hat ! Im Vorfeld hatte sie ein paar Monate immer wieder an der Arbeitsstelle quasi auf Probe gearbeitet. Bis klar war, daß eine Arbeitsaufnahme möglich wäre. Aber wer glaubt, daß man den Vorgang mit anderen Arbeitsverthältnissen vergleichen kann, der irrt. Gleich zu Anfang wurde uns ziemlich bald klar, was uns erwartet: Ein riesiger Bürokratismus !
Einen Monate nach der Arbeitsaufnahme sitze ich nun hier im Büro und plage mich mit den Formularitäten und der Organisation und dem ewigen sonstigen Bürokram. Es ist Alles noch viel schlimmer wie vorhergesehen !
Einen Monate nach der Arbeitsaufnahme sitze ich nun hier im Büro und plage mich mit den Formularitäten und der Organisation und dem ewigen sonstigen Bürokram. Es ist Alles noch viel schlimmer wie vorhergesehen !
Freitag, 20. Januar 2012
Behindertenpolitik - Rückblick 2011
Auch 2011 wurde der Versuch unternommen, die Situation Behinderter möglichst vielen Politikern, Behörden etc. darzustellen. Auch im Jahr 2011 mußten wir feststellen, daß viele MdB z.B. den Bezug zur Realität verloren haben. So wurde in einer Bundestagsdebatte über den Ausbau von Hotels für Behinderte, von behindertengerechten Reisezügen und Bahnsteigen debattiert. Auf unseren Einwand hin, daß viele Behinderte das Geld nicht hätten, eine Reise zu unternehmen, wurde einfach eine Kopie einer Resolution zugeschickt:
So geht das nun seit Jahren. Die Regierung zeigt mit dem Finger auf die Vorgänger-Regierung, die Opposition wiederum deutet auf die Regierung. Heraus kommt: Nichts und wiederum nichts ! Es sieht schlimm aus in einem reichen Land wie Deutschland, wenn erinnert werden muß, daß UN-Menschenrechte eingehalten werden müssen. Da wird seit Monaten auf die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hingewiesen und auf der andern Seite müssen Menschen um verbriefte Menschenrechte kämpfen. Ein Irrsinn.
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